Tod des Internets

Wenn es kein Internet gäbe, würden die Menschen unterschiedlich reagieren. Manche würden ausrasten, weil sie es dringend brauchen. Andere würden froh sein, weil sie mit Leuten reden könnten, die sonst nur im Internet surfen.

Einmal gab es bei uns Stromausfall und so auch kein WLAN. Ich fand das nicht so schlimm, weil ich zu diesem Zeitpunkt sowieso nur nutzloses zeug im Internet gemacht habe. Meine Schwester war aber sauer, da sie zu diesem Zeitpunkt etwas Wichtiges mit Freunden besprechen musste. Es war komisch. Ich wollte natürlich gleich jedem mitteilen, dass wir Stromausfall haben, aber das ging ja nicht. Immer wieder hatte ich neue Ideen was ich machen könnte, aber sie alle waren abhängig von Licht oder WLAN. Also habe ich mich entschlossen raus zu gehen. Dort habe ich ein Mädchen aus der Nachbarschaft getroffen und wir haben zum ersten Mal seit langem wieder miteinander geredet. Normalerweise schreiben wir uns immer nur, aber sonst trifft man sich nie. Wir waren zu zweit und nach einer Zeit kamen noch mehr Mädchen aus meiner Nachbarschaft. Wir waren alle zusammen draußen im Dunkeln. Wenn kein Stromausfall wäre, wären wir jetzt alle zu Hause und am Handy, aber so war es viel schöner. Wir hatten zwar noch unsere Handys aber wir konnten weder ins Internet, noch konnten wir diese aufladen. Als nach einer halben Stunde der Strom wiederkam, sind wir alle wieder reingegangen und ans Handy. Jetzt konnte man denen, die nicht dabei waren, schreiben. Irgendwie dumm. Man schreibt denen, die nicht da sind, anstatt mit denen zu reden, die da sind.

Susanne Lorenz, 8c