Das Lametta im Lehrerzimmer

 

Eines Tages lag sie da. Mitten auf dem Boden des Lehrerzimmers. Eine einzige Strähne Lametta. Was hat es damit auf sich? Wo kommt sie her? Wurde hier vielleicht eines Nachts in die Schule eingebrochen und eine wilde Party im Lehrerzimmer gefeiert, oder stammt es einfach noch von dem Tannenbaum, der hier vor ca. drei Monaten noch stand? Aber stand hier überhaupt ein Tannenbaum? Hat vielleicht ein Lehrer dieses Lametta von einer Party, die er des Nachts besucht hatte, aus versehen an seiner Lehrertasche mitgebracht? Oder wurde nur der Geburtstag einer Lehrerin mit einer Lametta-Mini-Kanone gefeiert? Aber anstatt daran zu denken, woher es kam, sollte man sich eher Gedanken machen, was man damit tun könnte. So ein Lametta-faden ist sehr vielseitig! Man kann ihn zum Beispiel ins Haar flechten. Oder über den Bildschirm mit dem Lehrervertretungsplan hängen. Oder seine Tasche damit verschönern.  Eine  andere  Idee  wäre,  das

T-Shirt eines Schülers,  das gerade bei einer Prügelei einen kleinen Riss bekommen hatte, zu flicken, oder für das Klassenorchester notdürftig die Gitarre zu reparieren, bei der gerade eine Saite gerissen ist. Man unterschätzt Lametta viel zu sehr! Man sollte es nicht direkt nach Weihnachten wegschmeißen. Denn man kann es ja vielseitig benutzen.

 

Immanuel Krehl, 6b

 

 

Ach du Schreck

Piepsie das Eichörnchen, schlief tief in seinem Kobel. Draußen war es kalt und vom Himmel vielen dicke  Schneeflocken. Nach ein paar Tagen wachte Piepsie auf. Sein Magen knurrte laut. Also machte er sich gleich auf die Suche nach seinen vergrabenen Vorräten. Aber wo immer er grub – es war nichts mehr zu finden. Piepsie war sehr beunruhigt. Was sollte er tun?
Piepsie hatte Angst. Wie sollten sie jetzt über den Winter  kommen? Auf einmal fiel Schnee von einem Baum und  begrub Piepsie, wie eine Lawine, unter sich. ,,Was ist das nur für ein Winter? Erst finde ich meine Vorräte nicht mehr wieder und jetzt liege ich lebendig unter dem Schnee begraben!," murmelte Piepsie. ,,Ich will meine Wärmflasche!" Piepsie ging auf, dass er nicht nur verhungern könnte, sondern auch erfrieren! ,,Das ist mein Tod!"

Er versuchte sich zu befreien. Doch es gelang ihm nicht. ,,Natürlich!," dachte er. ,,Das Haselfon!" Piepsie zog sein Haselfon aus der Tasche. ,,Oh nein!," schrie er. ,,Kein Netz!" ,Warum mussten die Spinnen in der Leitungszentrale denn ausgerechnet jetzt Pause machen? .Lassen wir jetzt mal Piepsie allein und gehen zum Stammtisch der Eichörnchen, wo Piepsies Eltern gerade Haselsuppe aßen. ,,Weißt du noch, als als Piepsie im Urlaub zum ersten mal im Meer war?," fragte Piepsies Mutter Gieselinde, Vater Berni. ,,Ja," antwortete Berni. ,,Moment... was war das?"
Gieselinde stutzte: ,,Was denn?" ,,Da hat Jemand: >Oh nein!< gerufen," meinte Bernie. ,,Und das klang genau, wie unser Piepsie! Seine Stimme würde ich unter tausenden erkennen!" ,, Oh wie schrecklich!", rief Gieselinde, ,,ihm ist bestimmt etwas zugestoßen!" Bernie und Gieselinde rannten so schnell, wie sie konnten. ,, Hörst du das auch?," rief Bernie ,,Das sind Hilfeschreie!" Es klang genau wie ihr Pipsie. Da merkten sie, dass die Stimme direkt von unter ihnen aus dem Schnee kam. Sie versuchten, Pipsie frei zu schaufeln. Doch es gelang nicht. Da hatte Bernie eine Idee: ,,Wir rufen alle zusammen!"Schon bald hallte ein Pfiff von Gieselinde durch den Wald, dann begann Bernie zu rufen: ,,Achtung!
Achtung! Wir, die Eichhörnchenfamilie brauchen Eure Hilfe! Unser kleiner Piepsie ist unter dem Schnee eingeschlossen! Ihr müsst uns Helfen!"
Auf einmal kamen aus allen Ecken Tiere, ja, sogar die, auf die Eichhörnchen eigentlich nicht so gut zu sprechen waren. Plötzlich scharrte es über Pipsie. Was war da? Auf einmal sah er eine Wolfstatze, die nach ihm griff. Ein Wolf? Wurde er jetzt auch noch Wolfsfutter? Aber nein, zum Glück nicht. Der Wolf setzte Piepsie ganz vorsichtig auf den Waldboden. Er war gerettet. Da schaute er in die Augen eines Habichts! Er erschrak ,,Keine Angst, Kleiner", sagte der Habicht. ,,Wir sind hier, um Dich zu
retten." ,, Puh", sagte Piepsie. Er war fertig mit den Nerven. Dann ging er nach Hause. Dort angekommen, machte er den Fernseher an. Da lief gerade die Werbung für eine Haselkonserve. Danach kamen die Nachrichten. Die Sprecherin sagte: ,,Guten Abend. Hier ist das Hasel-TV."
Ein Gong ertönte. ,,Die Schlagzeilen: Menschen klauen Vorräte." Das schreckte Piepsie auf. Der Bericht begann, doch Piepsie schaltete den Fernseher aus. ,,Was die können, können wir auch!", schrie er. Er war sehr aufgebracht, rannte aus dem Kobel, vom Baum herunter, quer durch die Stadt und in den Supermarkt. Dort klaute er die Voräter von den Menschen. Er wurde nicht gesehen. Am nächsten Tag feierten alle ein Fest.
Denn es wurde nicht nur Piepsie befreit, sondern die Tiere waren auch keine Feinde mehr. Piepsie wurde von diesem Tag an liebevoll "Versöhner" genannt.
 

Immanuel Krehl, 5b