Das Linienfolge-Fahrzeug

Tüfteln, planen und manchmal wieder von vorne beginnen im NwT-Profil

Von Ben Ganser

Ihr habt Interesse daran, den NwT-Zug am Wildermuth-Gymnasium zu wählen, aber wisst nicht genau, welche Projekte euch erwartend? Dann seid ihr hier genau richtig. Ihr lernt heute eines der interessantesten und interaktivsten Projekte des gesamten NwT-Zugs kennen.

Stellt euch vor, ihr baut ein Auto, das ganz ohne Fernbedienung fährt und trotzdem nie von der Spur abkommt. Genau das haben wir im NwT-Unterricht gemacht. Ein kleines, autonomes Fahrzeug, das eine schwarze Linie auf weißem Untergrund erkennt und ihr selbstständig folgt, ganz ohne dass man eingreifen muss.

Herzstück des ganzen Autos ist ein Arduino, ein kleiner Mikrocontroller, den man sich wie das Gehirn des Fahrzeugs vorstellen kann. Er sammelt Informationen von verschiedenen Sensoren, entscheidet in Sekundenbruchteilen, was zu tun ist, und gibt Befehle an die Motoren weiter. Klingt kompliziert, ist aber im Grunde genau das, was auch in echten Autos oder Robotern passiert, nur halt eben im Kleinformat und  selbst gebaut.

Damit unser Auto überhaupt „sieht“, wo die Linie verläuft, haben wir einen „Liniensensor“ verbaut. Der schickt unsichtbares Infrarotlicht Richtung Boden und misst, wie stark dieses zurückreflektiert wird. Auf hellem Untergrund kommt viel Licht zurück, auf der schwarzen Linie deutlich weniger. Aus diesem Unterschied heraus „erkennt“ oder vielmehr berechnet der Arduino, ob das Auto geradeaus, nach links oder nach rechts lenken muss.

Damit unser Fahrzeug nicht gegen Hindernisse fährt, kann man auch zusätzlich einen „Distanzsensor“ einbauen. Er misst per Infrarot den Abstand zu Objekten vor dem Fahrzeug, sodass das Auto rechtzeitig stoppen kann, bevor es irgendwo dagegen fährt.

Bewegt wird das Ganze von zwei kleinen „Gleichstrommotoren“, jeweils einer pro Rad. Als Energiequelle wird eine spezielle Powerbank genutzt, die alle Komponenten des Fahrzeugs mit genug Strom versorgt.

Was das Projekt besonders spannend gemacht hat: Wir haben nicht einfach eine Anleitung abgearbeitet, sondern selbst geplant, gebaut und programmiert – und ziemlich oft auch wieder von vorne angefangen, wenn etwas nicht funktioniert hat. Genau dieses Ausprobieren, Tüfteln und am Ende das Erfolgserlebnis, wenn das eigene Auto zum ersten Mal ganz von allein die Linie entlangfährt, macht NwT für uns so interessant. Wer also Lust hat, Technik nicht nur zu verstehen, sondern selbst auch zu erleben und zu bauen, ist bei NwT genau richtig. Wir freuen uns auf euch!

 

 

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