Nach einer langen Fahrt mit dem Bus und einer kurzen mit der Metro waren wir da, in der ewigen Stadt, in Rom – und wir standen direkt vor dem Kolosseum! Unsere Zeitreise begann...
Wir gingen mit unseren Koffern am antiken Forum Romanum und den Kaiserforen mit den Trajansmärkten entlang, am Nationaldenkmal für den ersten Königs Italiens vorbei, wir streiften das Kapitol mit den Ursprüngen Roms und gelangten beim antiken Pompeius-Theater, dem Ort von Caesars Ermordung, zu unserer Unterkunft. Nach einer kurzen Stärkung ging es per pedes weiter auf Erkundungsreise durch die Zeiten – „zu Fuß“, das war die Vorgabe für die nächsten Tage. Wir erliefen uns das Alltagsleben der Römer mit den Vergnügungen des Theaters, des Kolosseums, des Circus und der Thermen, wir stellten uns das Leben auf dem Forum vor mit Senatssitzungen, Gerichtversammlungen, Händlern auf dem Markt, gingen auf der via sacra entlang an Tempeln und Kultstätten vorbei. Wir hörten von antiken Wertvorstellungen wie virtus und überlegten, wie aktuell die Begriffe der Ehre und des Heldentums heute sind.
Nach kurzen Mittagspausen mit panini und Co trafen wir uns meist auf einer Piazza an einem Obelisken wieder. Sol war uns gewogen und unterstützte uns mit frühlingshaftem Wetter.
Es ging hoch hinauf auf die Kuppel des Petersdoms und tief hinab in die Case Romane, einem Komplex römischer Wohnhäuser unter einer Kirche. Wir reisten von der sagenhaften Gründung Roms mit der lupa Capitolina von der Königsherrschaft in die römischen Republik und die Kaiserzeit, standen im Haus des Augustus auf dem Palatin und im Gartenzimmer der Livia, wir sahen die Anfänge des Christentums, stiegen in christliche Katakomben hinab, machten einen Sprung in die Renaissance mit Michelangelo Buonarroti anhand der Statue des Philosophenkaisers Marc Aurel auf dem Kapitolsplatz, bestaunten die Dimensionen des Petersdoms, bewunderten im Barock die Marmorstatuen von Gian Lorenzo Bernini, gelangten in die Neuzeit und erfuhren von der Wiederbelebung der antiken Herrschaftsideologie des Augustus unter dem faschistischen Duce Mussolini. Wir sahen die Integration von antiken Kulten in christliche Kirchen, philosophierten über den Begriff des Pantheismus, wir sahen aber auch die Plünderung des jüdischen Tempels in Jerusalem am Titusbogen und die Verbrennung von Giordano Bruno auf dem Campo dei Fiori durch die Inquisition.
Wasser, das Lebenselixier, war präsent durch die vielen Brunnen, den Tiber und auch durch die Cloaca Maxima.
Wir erlebten die freundlichen und hilfsbereiten Menschen in Rom, die dolce vita mit gelato und genossen abends das dolce far niente mit Streifzügen durch das beleuchtete Rom, gestärkt von italienischer Pizza und Pasta.
Wir waren eine tolle Gruppe: Alle haben zum Gelingen dieser Fahrt beigetragen, durch Referate, durch Beiträge und Fragen, durch das Dabeisein.
Wir haben viel gesehen, gelernt und gestaunt – Quanto sei bella, Roma! Arrivederci!
(Regina Keller und Birgit Heyd)





